
Mittelmähren ist ein fruchtbares Gebiet, das sich vorwiegend im Tal der March und in der Haná-Ebene erstreckt. Anmutige und idyllische Landschaften, in die sich die weiß getünchten Höfe einbetten wie kleine Schafherden, prägen diese Gegend. Charakteristisch für diese Gehöfte ist der hervorragende einstöckige Anbau an der Vorderfront des Wohnhauses (žudro). Traditionen werden hier noch gelebt: vielerorts hört man noch die chrakteristische Mundant und sieht die alten Volkstrachten. Die Bezeichnung Haná ist schon aus dem 16. Jahrhundert belegt.
Im Ostteil der Region geht das Flachland nach und nach in die Hügellandschaften der Oderské Vrchy und der Hostýnské Vrchy über, im Süden öffnet sich die Hügelkette Chřiby zur Mährischen Slowakei hin und im Westen erstreckt sich der hügelige Mährische Karst. Die Region kann eine reiche Auswahl an Architektur-Schätzen vorweisen: alte Burgen und prachtvolle Schlösser, darunter zwei UNESCO-Denkmäler: die Gärten und das Schloss von Kroměříž sowie die historische Stadt Olomouc.
Populär ist die Gegend auch durch seine Heilbäder geworden, die schon seit langer Zeit Menschen mit körperlichen und seelischen Leiden Linderung bringen.
Einige der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten findet man unter der Erde, so zum Beispiel auch die Höhlen Javoříské jeskyně, Zbrašovské jeskyně und die Schlucht Hranická propast, die tiefste Schlucht in ganz Tschechien. Mittelmähren ist von Wanderpfaden und in den letzten Jahren auch von Radwegen durchzogen (der Mährische Radweg und die Bernsteinroute sind Teil des Projektes Euro-velo).